Füßescharren: 30.04.2011

Die Experimentierzelle gastiert am 30. April 2011 im
'Foyer' und zeigt zeitgenössische Performance-Kunst.
Unter dem Titel 'Füßescharren' werden neben drei Live-Performances, Videos und
photographische Dokumentationen präsentiert.

Samstag, 30.04.2011, 20:00 Uhr
Im Anschluss um ca. 23:00 Uhr 'Level Records Night - Tanz in den Mai'.

Performances
Emilie Franceschin, René Haustein, Liv Schwenk

Video / Photo / Installation
Congress Congress, Christoph Dettmeier, Hans Diernberger, Tanja Kodlin

Füßescharren by ex pe ze
Foyer
Worringer Platz 4
40210 Düsseldorf
Foyer Düsseldorf

Emilie Franceschin
Emilie Franceschin (*1983 in Toulouse) studierte an der école supérieure des Beaux-Arts in Toulouse und arbeitet im Bereich der Performance und Installation. In ihrer Kunst geht es um die Inszenierung von Körper und Raum. In Auseinandersetzung des meist weiblichen Körpers mit bedrohlichen, skurrilen oder verzwickten Situationen, die stets unausweichlich sind, muss ein Weg des Meisterns und Durchkommens geschaffen werden. Indem dadurch dem Korpus nahezu Unmögliches abverlangt wird, taucht die Szenerie ein in eine groteske Atmosphäre.
Emilie Franceschin hat 2010 als Gastkünstlerin des Landes NRW zwei Monate in Düsseldorf gelebt und gearbeitet.

Hans Diernberger
Hans Diernberger (*1983 in München) studierte an der Kunsthochschule für Medien Köln.

Im Foyer zeigen wir seine Arbeit 'Hundstein', eine HD Projektion, 2 h 50 min, aus dem Jahr 2009/2010.
Die Kamera folgt einer Frau auf einer kompletten Bergwanderung vom Startpunkt zum Gipfel und zurück. Der eisige Weg ist sowohl für die Frau als auch für den Kameramann öfters ein Hindernis.

Tanja Kodlin
Tanja Kodlin (*1984 in München) erforscht in ihren filigranen Skulpturen das Kurzlebige und Momenthafte. Kernelemente ihrer Arbeit sind Rhythmus, Dynamik und Tempo. Inspiriert vom zeitgenössischen Tanz verfolgt sie die durch Mobilität begründete Auflösung von Raum, ob sozialer, architektonischer oder zeitlicher Raum, bis hin zum finalen Zustand der Schwerelosigkeit..

""follow the line", ist eine Arbeit, welche im Winter 2010 im Schaufenster des Kunstvereins NRW realisiert wurde. Die, sich aus einem aufgebrochenen Viereck ergebende Linie, bewegt sich durch den schmalen, schlauchförmigen Raum und scheint in diesem zu schweben. Während einer einstündigen Performance nehme ich Bezug zu der skulpturalen Arbeit, während ich mich mit meinem Körper durch die sich ergebenden Zwischenräume dieser Skulptur, von einem Ende des Raumes bis zum anderen und wieder zurück bewege, dabei entstanden die photographischen Aufnahmen.
Sie sind nicht Dokumentation, sondern sollen hinterlassene Eindrücke und Bilder eines kurzen Augenblickes widerspiegeln - der Körper hängt, klebt oder fällt in einem undefinierten, grenzenlosen Raum."
Photo courtesy Juergen Staack

Christoph Dettmeier
Christoph Dettmeier (*1966 in Köln) studierte an der HfbK Berlin und Hamburg und lebt in Berlin. Wichtige Inspirationsquellen seiner Filme, Aufführungen, Fotografien und Papierarbeiten bilden die Trivial- und Populärmythen, etwa aus den Westernfilmen Hollywoods. Seine stimmungsvollen Landschaftsfotografien, die in Industriebrachen oder im Ruhrgebiet entstehen, evozieren gekonnt die Weiten des amerikanischen Westens. Größere Bekanntheit erreichte er mit seiner Vortrags- und Gesangs-Performance Die Stunde des Cowboys - Country Caraoke Show.

Im Foyer präsentieren wir eine Videodokumentation vom Totentanz' (Marseille/Berlin 2008, Col. DV 3:28 Min), einer Projektions-Schatten-Show.

Congress Congress
Absolventinnen der Düsseldorfer Kunstakademie, Klasse Rita McBride.
Seit seiner Gründung im November 2006 mischt der Congress (vertreten durch Magdalena Kita *1983 und Giulietta Ockenfuß * 1986) als produktiver Störfaktor im System Kunst mit. Moralvorstellungen, Sexualität, Randerscheinungen innerhalb der Gesellschaft und grenzenüberschreitende Freundschaft sind seine Themen. Erklärtes Ziel des Congress ist die bessere Welt. [roelfspartner]
Das Video zeigt im Rahmen der Ausstellung „Wrong“ im KIT eine Sprechgesangs-Performance der beiden Künstlerinnen.

René Haustein
René Haustein (Kunstakademie Münster) und performt an diesem Abend zu: